Gartengestaltung Lars Weisser
   

LebensqualitÀt in Grenzsituationen

"Wir sind so gerne in der Natur, weil diese keine Meinung ĂŒber und hat." (Friedrich Nietzsche)

Empirische Befunde zeigen, dass die Umgebung von Pflanzen das positive Wohlbefinden und Verhalten eines Menschen unterstĂŒtzen (Ullrich, 1991, 1985; Plants for people zit. n. Bendlage 2009). In nur wenigen Minuten kann eine Pflanze AnspannungsgefĂŒhle verringern. Die menschliche Wahrnehmung ist sinnlich erfahrbar - mit den Sinnen wird dem Gehirn kontinuierlich Informationen ĂŒber das Umfeld vermittelt. Durch eine abwechslungsreiche Gestaltung des natĂŒrlichen Wohnumfeldes und Kontakt mit der Natur, kann so das Reizspektrum eines demenzerkrankten Menschen positiv beeinflusst werden. Die Planungskriterien liegen dabei auf Geborgenheit ohne Eingesperrtsein. So soll der Garten zum einen barrierefreie ZugĂ€nge haben und zum anderen eine schĂŒtzende Einfriedung, mit Ein- und Ausblickmöglichkeiten bieten. Dem BedĂŒrfnis nach Geborgenheit und Alleinsein kann ein Sichtschutz gerecht werden. Weiter Kriterien sind orientierungs-erleichternde WegfĂŒhrungen und ortstypische Farben sowie vertraute Materialien, um sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden. SitzplĂ€tze mit lauschigen Nischen, Lauben, Pergolen oder Sonnensegel schaffen attraktive kommunikative Treffpunkte. Den Wohlgeruch von PflanzendĂŒften, in beispielsweise Hochbeeten, erfreuen die Sinne schon von Weitem, ohne die Pflanzen direkt zu sehen. Der zentrale Grund, einen Garten zu planen besteht aber darin, den Nutzern einen zusĂ€tzlichen Gartenraum fĂŒr "Erlebnistouren" zu schaffen, als ErgĂ€nzung zu AktivitĂ€ten im Innenbereich. Er soll Gelegenheiten bieten, Neugier, Lebensfreude und vertraute AblĂ€ufe des tĂ€glichen Lebens so lange wie möglich selbstbestimmt zu erhalten.

 

 

 

 

 
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